Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Hessen e. V.

Radfahrender Junge mit Rucksack

Kinder brauchen sichere Schulwege.

Fahrrad boomt in Hessen – ADFC fordert: Förderung jetzt ausbauen statt kürzen

Der Fahrrad-Monitor Hessen 2025 zeigt: Radfahren wird immer wichtiger. Der ADFC Hessen begrüßt die Ergebnisse der Umfrage und fordert die Landespolitik auf, den Rückenwind für den Radverkehr zu nutzen – statt bei der Förderung zu kürzen.

Der heute veröffentlichte Fahrrad-Monitor Hessen 2025 zeigt deutlich: Radfahren wird für die Menschen in Hessen immer wichtiger. Der ADFC Hessen begrüßt die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage und fordert die Landespolitik auf, den Rückenwind für den Radverkehr zu nutzen – statt bei der Förderung zu kürzen.

„Die Zahlen sind eindeutig: Das Fahrrad boomt in Hessen. Immer mehr Menschen steigen regelmäßig aufs Rad und wollen es künftig noch häufiger nutzen“, sagt Sofrony Riedmann, Landesgeschäftsführer des ADFC Hessen. „Die Politik muss diesen Trend weiter konsequent unterstützen – mit sicheren Radwegen und verlässlicher Finanzierung.“

Laut Fahrrad-Monitor nutzen 58 Prozent der Menschen in Hessen das Fahrrad mindestens mehrmals im Monat. Besonders hoch ist die Nutzung bei Kindern im Grundschulalter mit 92 Prozent. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch große Defizite: 40 Prozent der Radfahrenden fühlen sich im Straßenverkehr unsicher. Und 40 Prozent der Eltern lassen ihre Kinder nicht allein mit dem Fahrrad fahren.

„Der Wunsch nach mehr Radverkehr ist da – aber die Infrastruktur hält nicht Schritt“, so Riedmann. „Wenn sich so viele Menschen unsicher fühlen, ist das ein klarer Auftrag an die Politik.“

Besonders beeindruckend ist das Potential des Radverkehrs: 50 Prozent der Befragten möchten das Fahrrad zukünftig häufiger nutzen – kein anderes Verkehrsmittel erreicht vergleichbar hohe Beliebtheitswerte.

Vor diesem Hintergrund warnt der ADFC Hessen eindringlich vor geplanten Kürzungen. Das Land beabsichtigt, ab 2027 die Finanzierung der Kampagne Stadtradeln für hessische Kommunen einzustellen. Zudem steht das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement auf der Kippe, das Städte und Gemeinden dabei unterstützt, sichere Schulwege für Kinder zu schaffen.

„Wer mehr Radverkehr will, darf nicht gleichzeitig erfolgreiche Programme streichen“, betont Riedmann. „Stadtradeln begeistert jedes Jahr zehntausende Menschen fürs Fahrrad. Und sichere Schulwege sind eine Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder selbstständig mobil sein können.“

Der ADFC Hessen fordert die Landesregierung daher auf, die Mittel für den Radverkehr mindestens auf dem bisherigen Niveau zu sichern und gezielt auszubauen. Dazu gehören vor allem Investitionen in sichere Infrastruktur sowie die dauerhafte Finanzierung bewährter Programme.

„Die Menschen in Hessen sind bereit für mehr Radverkehr“, so Riedmann. „Jetzt ist die Politik am Zug.“

Zum Fahrrad Monitor Hessen 2025


https://hessen.adfc.de/pressemitteilung/fahrrad-boomt-in-hessen-adfc-fordert-foerderung-jetzt-ausbauen-statt-kuerzen

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